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Deutschland ist im europäischen Vergleich nicht teuer. Dennoch ist eine gesicherte Studienfinanzierung für den Studienerfolg sehr wichtig.

Die anfallenden Kosten im Überblick.

Internationale Studierende, die einen Teil oder ihr gesamtes Studium in Deutschland absolvieren, müssen mit verschiedenen Kosten rechnen. Um sich einen besseren Überblick zu verschaffen, kann man nach Ausbildungs- und nach Lebenshaltungskosten differenzieren.

Ausbildungskosten und Studiengebühren

In Deutschland fällt grundsätzlich an allen Hochschulen und für alle Studierende der Semesterbeitrag an. Er hat nichts mit Studiengebühren zu tun und setzt sich zusammen aus Beiträgen für das Studentenwerk und für die studentische Selbstverwaltung (AstA).

Der Semesterbeitrag enthält an vielen Hochschulen auch ein Semesterticket für den öffentlichen Personennahverkehr. Er ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich hoch, liegt zwischen 100 und 250 Euro. Der Semesterbeitrag ist bei der Einschreibung für das Studium und vor Beginn jedes neuen Semesters zu überweisen. Ob darüber hinaus Kosten entstehen, für Arbeitsmaterialien oder Fachbücher, hängt vom konkreten Studienfach ab.

Zusammensetzung des Semesterbeitrags an der Universität Köln im Wintersemester 2014/15

In der Regel gibt es an staatlichen Hochschulen für Bachelorstudiengänge und viele Masterprogramme keine Studiengebühren. Allerdings hat das Bundesland Baden-Württemberg angekündigt, zum Wintersemester 2017/18 Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger in Höhe von 1.500 € pro Semester für das Studium (Bachelor, Master, Diplom, Staatsexamen) zu erheben. Promovierende sind von den Gebühren nicht betroffen. Studierende, die bereits ihr Studium in Baden-Württemberg absolvieren, befinden sich derzeit noch im politischen Entscheidungsprozess und die Regelungen im Einzelnen sind daher noch nicht festgelegt. Für bestimmte Master- oder PhD-Programme können jedoch Studiengebühren anfallen. Auch private Hochschulen verlangen größtenteils Gebühren. Die Höhe der Studiengebühren kann deutlich variieren, sagt aber nichts über die Qualität der Ausbildung aus. Auch die kostenfreien Studiengänge sind von sehr guter Qualität.

  • Studentische Selbstverwaltung: 8,77 Euro
  • Studierendensport: 1,75 Euro
  • Semesterticket: 162,80 Euro
  • Fakultätszuweisung: 2,10 Euro
  • Studentenwerk: 59,00 Euro
  • Gesamt: 234,42 Euro

Lebenshaltungskosten

Preisübersicht

  • 1 Kilogramm Äpfel: 2 Euro
  • 1 Laib Brot: 1,20 – 3 Euro
  • 1 Kilogramm Kartoffeln: 1 Euro
  • 1 Liter Milch: 0,60 – 1 Euro
  • 1 Flasche Mineralwasser (0,75 Liter): 0,30 – 0,80 Euro
  • 1 Tasse Kaffee (im Café): 2,50 Euro
  • 1 Glas Bier (in einer Kneipe): 2 – 3 Euro

  • 1 Pizza im Restaurant: 4 – 6 Euro
  • 1 Paar Schuhe: 30 – 100 Euro
  • 1 T-Shirt: 7 – 50 Euro
  • 1 Hose: 30 bis 100 Euro
  • 1 Kinokarte (ermäßigt): 5 – 8 Euro
  • 1 Theaterkarte (ermäßigt): 6 – 30 Euro
  • 1 Eintrittskarte Museum (ermäßigt): 2 – 8 Euro

Die Lebenshaltungskosten in Deutschland sind im europäischen Vergleich leicht überdurchschnittlich. Sie liegen deutlich unter denen von Ländern wie Dänemark, Luxemburg oder der Schweiz, sind aber im Vergleich zu vielen Ländern in Asien, Afrika oder Lateinamerika recht hoch.

Wofür geben deutsche Studierende monatlich ihr Geld aus?

  • Miete (inkl. Nebenkosten): 298 Euro
  • Ernährung: 165 Euro
  • Kleidung: 52 Euro
  • Fahrtkosten (Auto/öffentliche Verkehrsmittel): 82 Euro
  • Krankenversicherung, Arztkosten, Medikamente: 66 Euro

  • Telefon/Internet/Rundfunk-TV-Gebühren, Porto: 33 Euro
  • Arbeitsmaterialien/Lernmittel (Bücher etc.): 30 Euro
  • Freizeit, Kultur und Sport: 68 Euro
  • Summe: 794 Euro

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